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An unexpected visitor
Szenen-Informationen
Charaktere Diego Barnes » Lora Momson
Datum 27.05.2020
Ort Footballstadion
#1

An unexpected visitor
Wie man sich kennenlernt.
Diego Barnes & Lora Momson // Frühling


Diego war gut gelaunt, wie er es in den meisten Fällen war, wenn er ein wenig Dampf abgelassen hatte.
Solange er stillsitzen musste, wurde er ungeduldig, hatte irgendwann Probleme sich zu konzentrieren und konnte bisweilen sogar aggressiv werden, doch nicht wenn er Sport treiben konnte, oder dies bereits getan hatte. Es war fast so als würde seine ganze überschüssige Energie mit Gewalt aus ihm heraus wollen und sich schon einen eigenen Weg suchen, wenn er es zu ignorieren versuchte.
Doch die bloße Tatsache, dass er sich körperlich betätigte, war nicht der einzige Grund, aus dem seine Stimmung so gehoben war:
Heute stand Football auf dem Plan und zwar nicht das Training, sondern ein echtes Spiel gegen eine Mannschaft von auswärts. Zwar handelte es sich 'nur' um ein Freundschafts-Spiel gegen das College-Team aus Orlando, weshalb es theoretisch nicht darauf ankam, wer gewann, aber die Ehre stand natürlich trotzdem immer auf dem Spiel, zumal es immer ein schönes Gefühl war mit seinem Mannschaftskameraden gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten und den Gegner zu überbieten.
Ganz praktisch herauszufinden, ob das was man trainiert hatte auch wirklich Früchte trug und welche Mannschaft nun die besser war.
Obendrein wirkte als Faktor für sein Adrenalin auch noch, dass er ein Sportstipendium an der Universität hatte und die Leute welche ihn hier so gesehen gratis studieren ließen auch etwas dafür sehen wollten. Es war ihm mit anderen Worten besonders daran gelegen, dass die Universität beim Football gut da stand und dafür trug er als Mannschaftskapitän Sorge.

Die erste Spielhälfte war passabel verlaufen. Um auf der sicheren Seite zu sein, würden sie nun, da sie ihren Gegner besser einschätzen konnten und sich auf diesen eingespielt hatten, nicht mehr so viele Fehler machen dürfen und ihre Taktik anpassen müssen, doch die Situation stand besser als in manch anderem Spiel und sie hatten sogar einen kleinen Vorsprung.
Kurz sprach er ein paar seiner Mitspieler auf Momente aus dem Spiel an, die ihm in Erinnerung geblieben waren und in denen er etwas besonders gutes, oder etwas verbesserungswürdiges gesehen hatte und dann kam auch schon der Coach zu ihnen, um ebenfalls seine Einschätzungen zu äußern und den Plan für die zweite Spielhälfte durchzusprechen, was nur wenige Minuten dauerte, immerhin waren es einstudierte Züge.

Anschließend hatten sie nun Zeit sich ein wenig zu erholen, abzukühlen und hoffentlich zu mehr als nur ein wenig zu Atem zu kommen.
Wichtig war für ihn dabei natürlich ausreichend zu trinken, doch dafür sorgte seine trockene Kehle schon ganz allein, wie es auch bei den anderen Spielern der Fall war.
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#2
Eine Anfrage von ihrem guten Freund hatte sie heute zum Stadion geführt. Schon früher war sie hier gewesen und hatte den Ablauf dieses Sportunternehmens - um nichts anderes handelte es sich bei einer Footballmannschaft, wenn man es richtig betrachtete - optimiert. Allerdings gab es noch einen guten Grund um hier zu sein und dieser hatte den Namen Abel, war 25 Jahre jung, 1,95 m groß, breitschultrig, hatte ein Lächeln zum niederknien und war ihr Sohn. Adam wusste nicht, dass Lora heute hier sein würde und ob er sich freute, war auch noch eine andere Frage, aber sie freute sich auf jeden Fall ihn spielen zu sehen. Immerhin war sie auch Footballfan und Fan von ihrem Sohn war Lora auch noch. Jedes Spiel wurde im Fernsehen oder aber auf dem Laptop im Stream angesehen.

Sie konnte sich noch sehr genau daran erinnern, als Abel mit seinen kurzen Beinchen zum ersten Mal einen Rasen betrat. Grinsend hatte der Kurze nach oben gesehen und gemeint, dass er irgendwann mal in einem richtig großen Stadion spielen würde. Lora hatte ihn mit einem Lachen auf den Arm genommen, einen Nasenstupser gegeben und gemeint, dass er dies natürlich tun würde. Es war Wirklichkeit geworden. Heute könnte Abel sie locker auf den Arm nehmen. Ihr hübscher Sohn. Sie war so stolz auf ihn. Vielleicht sollte sie vorher noch kurz schauen, was die Jungs machten. Lora blickte ihnen zu und ihre Stirn runzelte sich. Sie waren nicht schlecht und ihr Blick folgte ihrem Sohn, welcher gerade mit einem seiner Mannschaftskameraden sprach. Gleich würde es weiter gehen und sie würde sich nach oben ins Büro verziehen. Von dort aus konnte man auch auf das Spielfeld sehen.

Lora wendete dem Spielfeld den Rücken zu und ging durch die Gänge, suchte nach dem Büro und klopfte an. Ihr alter Freund war da und begrüßte sie überschwänglich. "Ich habe alles dabei, kann ich gleich anfangen?" Sein fast schon entsetztes "Jetzt?" ließ Lora lachen. "Je eher ich anfange umso schneller kannst du wieder schwarze Zahlen schreiben." Das überzeugte ihn wohl und so machte Bob für die Brünette Platz. "Kann ich bitte wieder das kleine Büro am Ende des Ganges haben? Das mit Blick auf das Spielfeld?" Ja, das konnte sie. Wie beim letzten Mal stand dort ein kleiner Tisch und auch ein Stuhl drin. Mehr brauchte Lora gar nicht, außer einer Anbindung für ihren Laptop ans WWW, aber auch das war schnell gemacht. Die Brünette würde in den nächsten Tagen das Büro ein bisschen aufhübschen, immerhin musste Lora hier ja einiges arbeiten und wohl viel ihrer Zeit verbringen.

Wenn Bob nicht so ein guter Freund wäre, dann würde sie das gar nicht machen. Das Netbook wurde aufgestellt und dann ging Lora zum Fenster, sah aufs Spielfeld und verfolgte das Spiel. Es würde schon alles gut gehen. Leider konnte sie nicht alles bis zum Schluss sehen, weil Bob ihr seinen Assistenten schickte mit ein paar Akten. Echt jetzt? Akten? Gab es nichts digitales? Na das würde ein Kraftakt werden und Lora sah sich schon noch mehr Zeit hier verbringen als gedacht. Sie brauchte was zu trinken, am besten einen Kaffee und ein Automat stand unten bei den Kabinen. Sie klappte das Netbook zu, steckte es wieder weg, hängte sich die Tasche über die Schulter und ging nach unten. Gerade als sie fast beim Automaten war, kamen ihr die Spieler entgegen. Oh? War das Spiel also zu Ende? Hatten sie gewonnen? Sie versuchte irgendwas aus den Gesichtern zu lesen. Einen der Spieler, ein großer dunkelhaariger wurde einfach am Oberarm gepackt und angehalten. "Wie ist es gelaufen?"

Lora hätte auch ihren Sohn gefragt, aber dieser sollte lieber noch nicht wissen, dass sie hier war. Warum? Wenn das Spiel schlecht ausgegangen war, dann würde er glauben, dass sie ihn trösten wollte und das mochte Abel nicht. Das hatte er wohl von seiner Mutter, denn die Brünette verlor auch nicht gerne und noch weniger gerne ließ sie sich danach trösten. Mitleid brauchte sie nicht.
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#3
Nachdem sie einige Minuten in der Umkleide geruht und etwas getrunken hatten, klatschte Diego in die Hände und meinte: "So, Mädels. Dann geht's jetzt langsam wieder in Richtung Feld. Da können wir uns ja den Rest der Zeit am Rand noch ein wenig ausruhen, aber mir ist frische Luft lieber als eure Ausdünstungen zu inhalieren und ich will nicht dass einer von euch Träumern den Anpfiff verpasst, also hopp, los mit euch!"
Damit ging es wieder in Richtung Spielfeld, auch wenn sie noch einige Minuten der Pause übrig hatten, doch auf dem Weg dorthin wurde der Halb-Mexikaner am Arm festgehalten.
Aus Reflex blieb er natürlich gleich stehen und schaute nach, wer ihn da angefasst hatte.
Es war eine förmlich gekleidete Frau mit brünettem Haar und blauen Augen, welche sich bei ihm sehr knapp erkundigte, wie das Spiel gelaufen sei.
"Bis jetzt ganz gut Ma'am, wir liegen vorne, aber es ist ja erst Halbzeit, also ist noch nichts entschieden." erwiderte er respektvoll.
Gereifte, selbstsichere Frauen hatten diesen Effekt auf ihn. Der Student war von ihnen beeindruckt und fühlte sich zu ihnen hingezogen. Auch wenn er in diesem Moment keinerlei sexuellen Gedanken hatte, wenn er sie ansah - und auch nicht etwa den Blick an ihr herab gleiten ließ, oder dergleichen - stellte er doch fest, dass sie attraktiv war.
"Das Spiel geht in sechs Minuten weiter und das Ende ist demnach planmäßig in... achtunddreißig Minuten." erläuterte er weiter.
Natürlich würde der jeweilige Spielzug noch zu Ende gespielt werden und dann bestand ja auch noch die Möglichkeit von bis zu zehnminütiger Overtime, aber er hatte ja auch 'planmäßig' gesagt.

Er hatte keine Ahnung, wer diese Frau war, oder was sie hier tat, denn dem Spiel hatte sie scheinbar nicht durchweg zusehen können, also hatte sie wohl geschäftlich hier zu tun, was auch den Kleidungsstil erklärte.
Der Football-Captain bleib allerdings erst einmal einen Moment lang stehen und wartete ab, ob sie noch eine Frage hatte, statt gleich weiter zu eilen, immerhin hatte er ja noch ein paar Minuten, bevor es wieder losgehen würde.
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#4
Lora hob ihre Arm und ließ dabei den des jungen Mannes los, als sie auf ihre Uhr schaute. Dann war es noch gar nicht so spät, wie sie gedacht hatte. Sehr gut, dann konnte sie noch ein bisschen länger arbeiten als gedacht. Später wollte der Besitzer sie noch mal durchs Stadion führen und dann sollte Lora auch Abel noch sagen, dass sie für gewisse Zeit hier erneut arbeitete. Mal sehen was ihr Sohn antworten würde, aber jetzt blickte sie wieder hoch und sah in die dunklen Augen des jungen Mannes. "Danke sehr und viel Erfolg weiterhin.", wünschte sie ihm und sah dann dem Footballer nach, wie er wieder aufs Spielfeld lief. Lora aber hingegen umfasste ihren Becher mit Kaffee fester und ging wieder zurück zu ihrem Büro, wo der Pappbecher auf den kleinen Tisch gestellt wurde, nachdem sie einen Schluck genommen hatte. Es war schon beschlossen, dass sie ganz dringend eine Kaffeemaschine hier drin brauchte. Ein paar Veränderungen musste sie schon vornehmen, wenn sie hier arbeiten wollte.

Jetzt aber sah sie aus dem Fenster auf das Spielfeld. Sie lagen also vorne. Hoffentlich blieb das so, dann würde es die Sache einfacher machen und Abel sich hoffentlich freuen sie zu sehen. Tief atmete sie noch mal durch, Lora freute sich auf jeden Fall ihren Sohn häufiger mal zu sehen. Immerhin hatte er auch viel zu tun und sie ohnehin. Lora wendete sich ab und griff nach ihrer Tasche, holte erneut das Netbook raus und schrieb sich schon mal auf, was sie alles noch brauchte für ihr Büro. Am wichtigsten war allerdings wirklich die Kaffeemaschine, ohne ging es halt nicht. Gerade hatte die Brünette die Liste beendet, kopierte diese in eine E-Mail und verschickte sie, als es klopfte. "Ja bitte.", ihr Blick ging zur Tür und da kam gerade eine junge Frau rein. "Ich soll Sie durch das Stadion führen." Lora lächelte und nickte. "Einen Moment bitte noch." So wurde wieder alles verpackt und in ihre Tasche gesteckt.

Ihre Finger streckten sich nach dem Pappbecher aus und ein großer Schluck wurde genommen, sie schüttelte sich kurz. "Gib es hier irgendwo einen richtigen Kaffee?" Bei den großen Augen der jungen Frau seufzte Lora innerlich auf und richtig, prompt begann sie zu erzählen, wie schädlich Kaffee doch wäre. "Miss, bitte.", unterbrach Lora sie sofort. "Ich kann auch lesen und ich habe die neusten Studien über Kaffee gelesen. Danke." Missmutig schürzte die Kleine ihre Lippen und wirkte beleidigt. Da hatte sie sich wohl gerade keine Freundin gemacht, aber dafür war sie auch nicht hier. Sondern Lora war hier um zu arbeiten. Allerdings war die Führung nicht sonderlich aufschlussreich, denn Missy - so hatte Lora sie jetzt für sich genannt - führte sie sehr lustlos durch die Gänge und sagte nur nüchtern was wo war. Die Brünette hatte das Gefühl, dass selbst sie mehr über das Stadion und seine Geschichte wusste, als die Kleine hier.

Irgendwann meinte Missy, dass sie sich verabschieden müsse weil sie ja noch mehr Verpflichtungen hätte, als eine Führung zu machen. Das war gelinde gesagt sehr aufschlussreich gewesen. Lora schüttelte den Kopf und sah sich um. Dann wollte sie mal. Ein Blick auf ihre Uhr sagte der Fondmanagerin, dass das Spiel mittlerweile aus war und sich die Jungs wohl auch schon unter der Dusche befunden haben mussten. Vielleicht erreichte sie ja Abel noch, bevor er zum Feiern ging. Hoffentlich zum Feiern, denn bei der tollen Führung hatte Lora gar nicht mitbekommen, ob sie jetzt gewonnen hatten oder aber verloren. Sie hoffte gewonnen. Auf jeden Fall ging sie durch die Gänge und lief bei der nächste Ecke in einen großen Mann. Ihr Blick ging nach oben und da waren die dunklen Augen von vorhin. "Sie kenne ich.", meinte die Brünette. "Und? Gewonnen?", zumindest hoffte sie das.
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#5
"Keine Ursache und danke." antwortete Diego nickend und setzte sich anschließend wieder in Bewegung, um das Spielfeld zu erreichen und zu seinem Teamkameraden zu stoßen.
Die Frau wirkte freundlich, doch sobald er wieder Rasen unter den Füßen hatte, waren seine Gedanken wieder bei dem Football-Match.

Wenig später begann die zweite Spielhälfte, welche ihrerseits nochmal von der kleinen Pause unterbrochen war, in der das College-Team seinen Vorsprung zu verteidigen versuchte.
Auch wenn es immerhin nur ein Freundschaftsspiel war, gaben beide Mannschaften vollen Einsatz, waren allerdings ein wenig vorsichtiger im Umgang mit ihren Gegnern, als wenn es um einen Titel ging. Zwischenzeitlich wurden sie eingeholt und lagen zu Beginn des letzten Spielquartals sogar minimal zurück, doch letztendlich gelang es ihnen das Spiel erneut herumzudrehen und zum Ende die Nase vorn zu haben.

Dementsprechend gut gelaunt kehrten sie zu den umkleiden herum, schubsten sich ein wenig scherzhaft und erfrischten sich anschließend.
Nun nicht mehr müffelnd, kleidete der Captain sich wieder in Alltags-Klamotten, welche angesichts der Temperaturen, welche in diesen Breiten herrschten, aus einer kurzen Hose, einem T-Shirt und einem Paar Sandalen bestand.
Nachdem er sich von den anderen verabschiedet hatte, schulterte seinen Rucksack auf einer Seite und begab sich vergnügt in Richtung Ausgang, stieß jedoch auf einer Ecke des Gangs mit jemandem zusammen.
"Oh, Verzeihung." meinte er gleich, obwohl sie beide im letzten Moment noch gut abgebremst hatten und so nicht ernsthaft aufeinander prallten.
Erst als er einen Schritt zurück machte, erkannte er, dass e sich um die selbe Frau handelte, welche er während der Halbzeit angetroffen hatte.
"Ja, aus der Pause." bestätigte er leicht lächelnd, als sie ihn ebenfalls wiedererkannte und nickte auf die frage hin, wobei er nun breiter lächelte.
"Das haben wir Ma'am. Es war zwischenzeitlich etwas knapp, aber letztendlich haben wir es noch hinbekommen."
So etwas machte das Spiel eigentlich noch interessanter als eines, bei dem man die ganze Zeit über vorne lag, erst recht, wenn der Vorsprung groß war. Es war also ein wohlverdienter und zufriedenstellender Sieg, bei dem Diego auch gut seine ganze überschüssige Energie hatte loswerden können, weshalb er nun zusätzlich gut gelaunt war.
Nun da er - im Gegensatz zu ihrer vorherigen Begegnung - nicht unter irgendwelchem Zeitdruck stand, zog es ihn auch nicht gleich weiter und so fragte er sich natürlich, was sie hier eigentlich tat, da sie entweder noch, oder aber wieder hier unten war und dem Spiel zumindest nicht bis zum Schluss gefolgt war.
"Kann ich ihnen sonst irgendwie behilflich sein? Suchen sie vielleicht jemanden?" erkundigte er sich daher und blickte sie fragend an.
Irgendetwas musste sie ja schließlich hier unten treiben und vielleicht hatte sie ja wirklich ein Problem, welches er lösen konnte.
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#6
"Hauptsache gewonnen oder? Die genau Spielanalyse wird doch ohnehin erst morgen erfolgen." Wahrscheinlich würden die Jungs jetzt erst mal feiern. Die Jungs. Wie sich das anhörte. Wenn Abel jetzt ihr Gedanken lesen könnte, dann würde er mit den Augenrollen und ein entnervtes "Mum." von sich geben. Immerhin war er kein Kind mehr und das stimmte ja auch. Er war kein Kind mehr, aber er war immer noch ihr Sohn und das würde Abel auch immer bleiben. Ihr Kind. Das Kind, welches sicherlich nicht begeistert wäre, wenn es wüsste, dass sie jetzt hier arbeitete und zwar ohne ihm Bescheid zu geben. Es hatte aber ein was Gutes. Abel und sie würden sich regelmäßig sehen können. Lora sah den jungen Mann vor sich an und verglich diesen mit ihrem Sohn. Er wirkte ähnlich wie Abel, anscheinend hatte er auch diesen Siegeswillen, aber ohne diesen brauchte man hier gar nicht anzutreten, dass war sozusagen eine Grundvoraussetzung dafür den Sport zu betreiben.

Allerdings sah sie wieder hoch zu zu ihm und man konnte wohl ein Lächeln sehen. "Ich find es sehr höflich von Ihnen, dass Sie mich Ma'am nennen, allerdings finde ich persönlich immer, dass eine Ma'am jemand ist, der schon die 70 überschritten hat." Das hatte Lora eindeutlig noch lange nicht und so alt sah sie hoffentlich auch noch nicht aus. "Behilflich sein? Ja und nein.", meinte die Brünette. Für einen Moment überlegte sie und entschied sich schließlich nach ihrem Sohn zu fragen. "Wissen Sie ob Abel Novel noch da ist?" Bevor der Mann vor ihr auf falsche Gedanken kommen könnte, fügte sie noch hinzu. "Abel ist mein Sohn." Ja, sie war so alt, dass sie einen erwachsenen Sohn hatte, also war sie vielleicht doch schon eine Ma'am? Nein eindeutig nicht, ihre Großmutter war eine Ma'am und vielleicht im Geschäftsleben war Lora eine Ma'am, aber nicht hier, wenn sie mit dem jungen Mann sprach. "Ich wollte ihm zumindest kurz Hallo sagen und zum Sieg gratulieren." Die Frage war nur, was sie gemacht hätte, wenn das Team verloren hätte? Wahrscheinlich trotzdem Hallo gesagt und ein paar aufmunternde Worte gesprochen.

"Wenn er nämlich noch da wäre, wäre es nett, wenn Sie ihm vielleicht sagen könnten, dass ich da bin." Einfach in die Kabine marschieren würde sie nicht, denn das würde ihrem Sohn nur Hohn und Spott einbringen von seinen Teamkameraden und dies musste nicht sein. Nun es bliebe abzuwarten, ob der junge Mann vor ihr, nicht auch ihren Sohn ärgern würde mit seinem Wissen, aber dies war nur ein einzelner Mann und keine Gruppe. "Wenn nicht, dann danke für die Auskunft und für Ihre Hilfsbereitschaft." Wieder lächelte sie ihn an. "Dann will ich Sie auch nicht weiter aufhalten, denn Sie haben bestimmt besseres zu tun, als mit mir hier zu stehen und sich zu unterhalten." Feiern zum Beispiel, mit den Cheerleadern flirten und was man sonst noch alles machte als erfolgreicher Spieler.
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#7
"Ja, das auf jeden Fall... zumal es spannender ist, wenn nicht ein Team über das andere hinweg walzt." antwortete Diego gut gelaunt und schenkte der Frau ein Lächeln.
Ihre blauen Augen und ihr langes Haar gefielen ihm und irgendwie erschien sie ziemlich selbstsicher, was vielleicht mit an dem Anzug, aber generell viel mehr an ihrer Körperhaltung und ihrer generellen Ausstrahlung lag.
So etwas mochte er bei Frauen viel lieber, als das was die meisten Studentinnen in seinem Alter vermittelten. Klar, die waren im Durchschnitt sportlicher als viele Frauen jenseits der Dreißig, oder Vierzig, was auch auf ihn definitiv eine attraktive Auswirkung hatte, doch zum anderen schienen sie auf eine gewisse weise 'unsicherer' zu sein - einfach weil sie eben noch nicht 'abgebrüht' genug waren und da sie sich noch keinen Namen gemacht hatte, beziehungsweise ihre Verhältnisse etwas wackeliger waren - und hatten teilweise noch die innere Einstellung sich selbst 'finden' und dieses, oder jenes ausprobieren zu müssen, ohne klare Prinzipien zu haben, denen sie immer treu bleiben, während die Frau vor ihm wohl genau wusste wer sie war, was sie wollte und wie sie sich zu benehmen gedachte.

Als sie ihn auf das 'Ma'am' ansprach, schmunzelte der Footballer.
"Nein, so war es natürlich nicht gemeint. Dann lasse ich es einfach weg." antwortete er daraufhin, denn er wollte ihr wirklich nicht das Gefühl geben, dass er sie als alt in diesem Sinne betrachtete, sondern einfach nur höflich sein.
Es hatte eher eine Art Titel sein sollen, da sie ja schon jemand war und nicht erst jemand werden musste, doch wenn sie andere Assoziationen zu dem Wort hatte als er, war dessen Verwendung natürlich nicht sonderlich sinnig.
Da sie "Ja und nein." antwortete, hob er ein wenig die Augenbrauen und hörte sich ihre genaueren Ausführungen an, da er ihr wohl zu einem gewissen Grad tatsächlich behilflich sein können würde.
Und so war es auch: Sie suchte nach Abel und gab ihm als Erklärung hinzu, dass sie seine Mutter sei, da der Halb-Mexikaner sich bereits fragte, warum sie dies wissen wollte, beziehungsweise sich spezifisch nach diesem Spieler erkundigte.
"Oh, na klar doch. Er ist noch da." meinte er daraufhin und stellte dadurch fest, dass er tatsächlich der Mutter seines Teamkameraden noch nie begegnet war, obwohl die beiden jungen Männer bereits einiges zusammen unternommen hatten.
"Und es freut mich sie kennenzulernen. Ich bin bin Diego Barnes." erwähnte er auch noch.
Es war gut möglich, dass Abel ihn schonmal in irgendeinem Kontext seiner Mutter gegenüber erwähnt hatte. In dem Fall hätte sie nun ein Gesicht zu dem Namen.

Gerade wollte er schon anbieten Abel etwas zu übermitteln, oder ihn herzuholen, da bat sie ihn darum ihm ihre Gegenwart mitzuteilen.
"Na klar. Warten sie kurz, dann hole ich ihn einfach." bejahte er die Frage und wollte sich auf den Weg in die Umkleide machen.
Er war ebenfalls dafür, dass sie nicht selbst dort hinein ging, denn so etwas konnte für alle Beteiligten eine unangenehme Situation werden, zumal nicht zu sagen war, wie weit der Rest der Mannschaft mit dem Duschen und anziehen war, sodass die Möglichkeit, dass ein oder zwei der Footballer noch blank gezogen hatten nicht völlig ausgeschlossen war. Nicht dass Diego glaubte sie würde bei dem Anblick beschämt sein, oder besagte Footballer würden gleich einen Anfall bekommen, wenn eine Frau in die Umkleide kam, schließlich war dies kein Sport für Kontaktscheue Menschen, doch unangebracht wäre es irgendwie schon.
"Ach was, kein Problem. Ich bin mit allem wichtigen für heute durch." winkte er ab, als sie sich bedankte und meinte er habe bestimmt besseres zu tun.
Nun da er wusste, dass sie die Mutter eines seiner Freunde war und er sie über kurz oder lang vermutlich ohnehin besser kennenlernen würde, war sein Interesse ohnehin noch mehr geweckt.

Schließlich betrat er aber wirklich die Umkleide und rief noch beim hereinkommen: "Novel! Mach hinne!"
Der andere war ein wenig verwundert, was denn nun wieder los war und bei ihm angekommen erklärte Diego ihm, dass seine Mutter auf ihn wartete, was für Abel natürlich eine Überraschung war.
Gemeinsam kamen sie kurz darauf wieder auf die Flure hinaus und gingen zu Lora herüber, wo der Sohn seine Mutter in entsprechender Manier begrüßte.
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#8
Okay, er hatte ein sehr nettes Lächeln und Lora konnte sich gut vorstellen, dass die Mädchen dem jungen Mann hier reihenweise zu Füßen lagen. Die Geschäftsfrau fragte sich, ob sie ihm früher auch verfallen wäre? Wahrscheinlich schon, aber sie hätte sich niemals irgendwelche Chancen ausgerechnet, denn damals war sie noch nicht so taff wie heute, damals war Lora wirklich eher ein Nerd gewesen. Zumindest hatte sie sich so gesehen. Andere Leute würden wohl sagen, dass dies nicht stimmte, denn auch als junge Frau war sie ausgesprochen hübsch gewesen, allerdings noch lange nicht so apart wie jetzt. Natürlich war das Eigenlob, allerdings tat die Brünette auch eine Menge für ihr gutes Aussehen und dazu gehörte auch ein sehr straffes Sportprogramm, welches direkt auf sie zugeschnitten war. Das hatte Abel sofort übernommen, als er angefangen hatte Sportwissenschaften zu studieren. Sozusagen war Lora sein liebstes Versuchsobjekt und sie war stolz drauf.



Seine Antwort ließ sie strahlen und dann nickte die Geschäftfrau. "Schön.", antwortete sie und freute sich tatsächlich gleich ihren großen Sohn in die Arme schließen zu können. "Und auch schön ein Gesicht zum Namen zu haben. Ich heiße Lora Momson, aber bitte sagen Sie Lora zu mir." Sie bestand nicht wirklich auf solche zwanghaften Förmlichkeiten und da er augenscheinlich mit ihrem Sohn zu tun hatte, würden sie sich wohl in den nächsten Tagen oder Wochen häufiger über den Weg laufen und da war ein nettes Lora und 'Sie' schon mal deutlich besser als das 'Ma'am'. Nun aber wartete Lora auf ihren kleinen Jungen, der sie mittlerweile um mehr als einen Kopf überragte. Mit einem Lächeln blickte sie Diego hinterher und biss sich auf die Unterlippe. Doch früher hätte sie eindeutig auf den jungen Mann gestanden, heute war er doch eher tabu, denn dieser junge Mann, auch wenn er wohl im Alter von Abel war, könnte ihr Sohn sein und genau da war das Problem. Mit einem leisen Seufzen lenkte sie ihre Gedanken wieder in die richtigen Bahnen und sah den Gang entlang.



Da kamen sie auch schon um die Ecke. Abel beugte sich brav zu ihr runter und Lora umarmte ihn. "Was machst du hier Mom?" Ihre Hand hatte sich gehoben und kurz streichelte sie über die Bartstoppeln ihres Sohnes. "Dir zum Sieg gratulieren.", lachte sie auf und konnte sich ein Zwinkern nicht verkneifen, als der junge Mann, wie Lora es sich bereits gedacht hatte, mit den Augen rollte. Das "Moooooom", war wohl obligatorisch. "Ich habe eine Anfrage bekommen, ob ich nicht ein wenig das Unternehmen optimieren könnte." Ihre Schultern zuckten und dann nickte Abel nur. "Okay." Okay hieß in seiner Welt so viel wie, dass es für ihn in Ordnung war. "Was meinst du, wollen wir morgen zusammen Essen gehen?", da Diego nun mal immer noch neben ihnen stand, wäre es unhöflich gewesen diesen nicht mit einzuladen und so sah sie zu dem anderen Hünen. "Wenn Sie mögen, dann können Sie gerne mitkommen." Damit hatte wohl auch Abel keine Aussrede mehr, wobei sie sich ziemlich sicher war, dass sich ihr Sohn da noch eine einfallen ließ oder zumindest früher wieder verschwand. Lora konnte ihn sogar verstehen, wer wollte schon mit seiner alten Mutter gesehen werden. "Hmm, warum nicht. Diego kommt bestimmt auch gerne mit. Aber kein Schicki-Micki-Lokal." Damit konnte Lora leben und hoffentlich auch der dritte im Bunde. "Also was meinen Sie Diego? Begleiten Sie meinen Sohn und mich und retten ihn so vor zu viel mütterlicher Fürsorge?"
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#9
Sie hieß also Lora und trug nicht den Nachnamen 'Novel', mit dem Abel sich anreden ließ, sonder 'Momson'. Diego würde ihn deswegen irgendwann vileleicht nochmal fragen, auch wenn er einfach vermutete, dass er sich dies aufgrund des Wortklangs ausgesucht hatte. Nicht dass an dem Wort irgendetwas falsch gewesen wäre, doch manche der Footballer hatten ein reicht simples Gemüt was Witze anging und waren sich da nicht zu schade auf billige Wortspiele zurückzugreifen.
Nun durfte Diego sie jedenfalls beim Vornamen nennen, obwohl sie beide vorerst trotzdem noch beim 'Sie' zu bleiben schienen, was aufgrund der Basis von Vornamen ein wenig verdreht schien, aber damit kontne er leben und zudem unterstrich es ein wenig den Respekt, fand er.

Ohne weitere Umstände holte der Camptain der Football-Mannschaft jedenfalls Loras Sohn Abel und brachte ihn zu seiner Mutter, wo diese einen kurzen Austausch hatten, der ihn zum schmunzeln brachte.
Dann ging es jedenfalls darum, dass die beiden heute Abend essen gehen wollten und Diego wurde auch direkt mit eingeladen.
Es sollte auch nicht in ein pikfeines Restaurant gehen, für welches er sich noch passend hätte einkleiden müssen, was nochmal ein Pluspunkt für den Halb-Mexikaner war und so stimmte er umso lieber zu.
"Ja, sehr gerne, vielen Dank." meinte er zu dem Angebot und lachte leicht bezüglich des scherzhaften Anhangs.
Tatsächlich war der Grund aus dem er sie beide begleiten wollte nicht allein Abel - auch wenn das für sich schon gereicht hätte, denn mit einem freund etwas zu unternehmen war immer ganz nett - sondern eben auch Lora, die eine Anziehung auf den Footballer ausübte, da sie freundlich, selbstsicher und in einem für ihn sehr interessanten Alter war, obendrein auch noch schön aussah und eine sehr attraktive Statur hatte, soweit er das bisher einschätzen konnte, ohne zu starren, oder sie in anderer Kleidung gesehen zu haben.
In Gesellschaft von solch einer Frau bewegte er sich jedenfalls gerne, egal worum es jetzt eigentlich ging, allein schon, weil es faszinierend sein konnte. Wäre sie nicht Abels Mutter gewesen, hätte Diego sich durchaus gut vorstellen können sie auf ein Date einzuladen, auch wenn er damit höchstwahrscheinlich gegen eine Wand gefahren wäre, doch wer es nicht versuchte, hatte schon verloren. So war zumindest seine Einstellung dazu.
Doch auf diese weise hatte sich dies ja ohnehin erledigt.
Um wie viel Uhr genau und wo sie sich treffen wollten, konnten sie dann noch telefonisch ausmachen und so redeten sie nur noch eine kurze weile miteinander, ehe alle wieder ihrer Wege gingen. Er selbst war jedenfalls gut gelaunt, nicht nur wegen der Situation, sondern auch wegen des Vorausgegangenen Spiels.
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